„Plattdeutsche Klassiker lesen!“

Fritz Reuter: Kein Hüsung

gekürzte Hörspiel-Fassung


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Orthographie Reuter mit Übers.
Orthographie Herrmann-Winter mit Übers.

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Dat mœgen schöne Tüften sien!
Gu’n Nacht, lütt Jung, na, gu’n Nachting.
Nu lich ok still un schlåp ok sacht! –
Un du, Marik, du bliffst mi in
un geihst nich rut! un nu gu’n Nacht! –
Un de oll Pann is all so dünn,
dat mœgen schöne Tüften sien!

ERZÄHLER
Sei geiht. – Mariken rückt sik sacht
ran an de Weich un nimmt de Knütt
un bööcht sik fründlich œwer ’t Lütt
un flustert säute Leiweswüürd’
Wer hett s’ ehr lihrt? –
Un weigt ehr Kind taum iersten Mål. –
De Weich, de rööcht sik up un dål,
as wenn in stille Heimlichkeit
’n Stubenklock in Fräden geiht,
un mit denn ollen truen Schlach
inweicht de Unrauh un dat Weih,
wat schwer uns up denn Harten lach.
Sei singt ’ne olle Melodei
Wo hett sei s’ hüürt? –
En wunnersäutes Singen wier ’t,
so weik, so warm, so vull von Rauh;
denn Text, denn måkt ehr Hart dortau:

MARIK (singt)
Mien säutes Läben,
Du büst mi gäwen,
Du büst mien Hoffen,


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